Antifragilität ist nicht = robust

Herzlich willkommen im Jahr 2014!

Das alte Jahr hat sich mit heftigen Föhnstürmen verabschiedet, das neue Jahr meldet sich mit milden Temperaturen an. Hatten Sie in kluger Voraussicht einen Flug in den Süden gebucht? Wie oft entwickelt sich etwas anders, als wir es erwarten? Wir möchten alles planen und voraussagen. Immer wieder müssen wir jedoch nüchtern feststellen, dass unsere Planung nicht aufgeht. Die Gründe dafür sind vielschichtig und kompliziert. Fakt ist: Diese Dynamik erfordert Flexibilität und Agilität – und neue Konzepte der Lebensgestaltung.

Ich möchte hier auf das Buch Antifragilität hinweisen. Nassim Nicholas Taleb (Autor des Bestsellers <<Der schwarze Schwan>> betrachtet diese Gegebenheit sehr nüchtern und nimmt kein Blatt vor den Mund. Sein Konzept <<Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen>> ist vorausschauend und klug.

Zuerst erklärt er, warum das Gegenteil von fragil nicht robust ist. Dann weist er darauf hin, dass wir der Volatilität des Lebens nicht ausweichen können und dann provoziert er mit der Frage, warum es ohne Tod keine Leben gibt. Er stellt Fragen und gibt Antworten – so beginnt er seinen Exkurs mit Buch 1.

Taleb fasst in einem dicken Schunken sieben seiner Bücher zusammen. Dadurch entsteht etwas Redundanz finde ich, auf der anderen Seite sind es auch unterschiedliche Kameras auf das eine und dasselbe Thema. Allerdings ist zu sagen, dass das Thema in seiner Vielschichtigkeit auch komplex genug ist, damit eine gewisse Redundanz durchaus sinnvoll ist.

Einige seine Ansichten sind sehr subjektiv – aber gerade das macht Taleb aus. Er hat den Mut, aus dem Diplomatenstatus heraus zu treten und seine persönlichen Erfahrungen, Erkenntnisse und Konklusionen mit der Welt zu teilen – ohne Rücksicht auf harsche Kritik, ja möglicherweise sogar Klagen.

Ein spannendes Buch, welches mich trotz trockener Materie häufig zum Lachen brachte.

07/01/2014 / MC

 

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